Manchmal führt das Leben uns genau dorthin, wo wir eigentlich nie hinwollten – nur um uns zu zeigen, was wirklich wichtig ist.
Ich habe viele Jahre in der Finanzwelt gearbeitet – mit Zahlen, Strategien und viel Verantwortung. Mein Alltag war geprägt von Termindruck, internationalen Projekten und langen Nächten vor dem Laptop.
Parallel dazu war ich Mama von Zwillingen, Ehefrau, Hausfrau und Freundin – und als eher perfektionistisch veranlagter Mensch wollte ich natürlich in allen Rollen glänzen.
Ich funktionierte – bis ich irgendwann nur noch erschöpft war. Mein Körper zeigte mir immer deutlicher, dass etwas nicht stimmte: Schlafstörungen, ständige Infekte, innere Anspannung, ein Hörsturz und immer häufiger Verdauungsbeschwerden.
Als mein Mann schwer erkrankte lief ich trotzdem weiter wie auf Autopilot. Ich wollte stark sein, funktionieren, alles schaffen. Doch mein Körper zog die Notbremse: Burn-out.
In der Therapie habe ich mich zum ersten Mal gefragt, welchen Sinn meine Arbeit eigentlich hat – und ob ich wirklich das tue, was mich erfüllt. Und ich habe auch zum ersten Mal wirklich verstanden, wie eng Körper und Psyche miteinander verbunden sind – und dass mein Darm längst mit mir „gesprochen“ hatte, lange bevor ich es ernst nahm.
Nach unzähligen Arztterminen bekam ich schließlich die Diagnose Reizdarm.
Statt Hilfe hörte ich nur: „Damit müssen Sie leben.“
Dieser Satz hat mich vollkommen getroffen. Denn ich dachte: Jetzt hat das Kind endlich einen Namen – und mir wird geholfen. Aber dass es das jetzt sein sollte, darauf war ich nicht vorbereitet.
Ich war ratlos und einfach nur müde. In diesem Moment fühlte es sich so an, als gäbe es keine Lösung mehr.
Erst nach einer Weile kam dieser Gedanke in mir auf: Nein. Das kann so nicht sein.
Ich habe in dieser Zeit vieles ausprobiert – Darmkuren, Pulver, Kapseln, Auslass-Diäten.
Nichts davon hat nachhaltig funktioniert.
Ich begann, mich intensiv mit Ernährung, Darmgesundheit und Stressregulation zu beschäftigen. Außerdem habe ich eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin gemacht, mich spezialisiert, mich weitergebildet – und angefangen, die Ursachen meiner eigenen Beschwerden wirklich zu verstehen.
Meine Beschwerden wurden weniger, mein Körper kam zur Ruhe – und mit jedem Schritt kam auch mein Vertrauen zurück.
Das ist der Grund, warum es mir heute gut geht.
Und genau deshalb mache ich heute diese Arbeit. Ich möchte nicht, dass du einfach „damit leben musst“. Weil ich weiß, dass es auch anders gehen kann.
Seit fünf Jahren begleite ich Frauen in intensiven 1:1-Coachings.
Und ich weiß, dass dieser Weg funktioniert, weil ich gesehen habe, wie selbst schwere Symptome sich signifikant verbessern konnten – ohne dauerhaft auf Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder strenge Diäten angewiesen zu sein.
Veränderung ist möglich. Auch für dich.